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Kann Psychologie im Alltag helfen? In meinen Blog-Beiträgen erfahren Sie, wie sie im Berufs- und Privatleben nützlich sein kann.

2. Ihre Gefühle sind Informationen, keine Feinde

Ein zentrales Wiest-Thema: Gefühle wollen nicht bekämpft, sondern verstanden werden.

Viele Menschen essen nicht, weil sie Hunger haben, sondern weil sie:

  • Erschöpfung spüren

  • Stress regulieren wollen

  • Einsamkeit, Spannungszustände, etc. betäuben wollen

  • Selbstkritik beruhigen möchten

Essen ist also erstmal eine Strategie, um Gefühle zu managen. Wenn sich Gefühle jedoch nicht länger „falsch“ oder als „überfordernd“ anfühlen, verlieren sie ihre Macht – und Essen verliert seine Funktion als Trostspender.

 

3. Wachstum entsteht, wenn wir alte Geschichten hinterfragen

Wiest arbeitet viel mit dem Konzept innerer Narrative:
"Wer glaube ich sein zu müssen?"
"Welche Geschichte erzähle ich mir über mich selbst?"

Viele meiner Klient:innen tragen tief verankerte Geschichten über sich:

  • „Ich habe keine Disziplin.“

  • „Ich bin der Typ, der immer zu viel isst.“

  • „Ich kann mich nicht kontrollieren.“

Diese Geschichten sind keine Wahrheiten, sondern alte Schutzstrategien. Sobald sie hinterfragt werden, entsteht Raum für neue Selbstbilder – und eine neue Beziehung zum Essen.

 

4. Heilung ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein stiller Prozess

Wiest beschreibt persönliche Entwicklung als ein langsames, leises Zurückfinden zu sich selbst.

Beim Umgang mit emotionalem Essen gilt dasselbe:

  • Es braucht Geduld

  • Es braucht Freundlichkeit

  • Es braucht Wiederholungen

  • Es braucht Fehlschritte

Nichts davon bedeutet Scheitern. Es bedeutet nur, dass Heilung geschieht.

 

5. Wahre Selbstfürsorge ist manchmal unbequem

In Wiests Verständnis ist Selbstfürsorge nicht nur „Kerzen und Bäder“, sondern vor allem:

  • Grenzen setzen

  • Bedürfnisse anerkennen

  • Unangenehme Gefühle wahrnehmen

  • Lange verdrängte Themen ansehen

Selbstfürsorge kann sein:

  • genug Schlaf

  • Pausen statt Kaffee + Snacks

  • Nein sagen statt essen

  • Bedürfnisse anerkennen statt betäuben

Manchmal ist das wahre Bedürfnis nicht Essen, sondern Ruhe, Trost, Nähe, eine Umarmung, etc.

 

6. Sie müssen nichts „reparieren“ – Sie müssen verstehen

Wiest hebt hervor: Wir sind nicht defekt. Wir versuchen lediglich, uns selbst zu schützen – oft auf die bestmögliche Art, die uns damals zur Verfügung stand.

Emotionales Essen ist keine Störung. Es ist eine Bewältigungsstrategie.

Wenn Menschen diese Perspektive einnehmen:

  • fällt Schuld von ihnen ab

  • entsteht Mitgefühl

  • und erst dann wird Veränderung möglich

 

7. Veränderung gelingt, wenn Sie sich selbst erlauben, anders zu sein und zu leben

Viele Menschen scheitern nicht an Veränderung – sondern daran, dass sie tief im Inneren glauben, sie dürften sich nicht verändern.

Essen ist oft mit Identität verknüpft:
„Ich bin eben so.“
„Ich war schon immer XY.“

Innere Erlaubnis ist der Moment, in dem jemand sagt: „Ich darf lernen. Ich darf neue Wege finden. Ich darf es leichter haben.“


Fazit

Üben Sie sich in:

  • Selbstbeobachtung

  • Selbstmitgefühl

  • das Hinterfragen alter Muster

  • in Integration von Gefühlen

  • echter Selbstfürsorge

Und erteilen Sie sich die Erlaubnis, ein neues Kapitel zu beginnen...